Handlungsfelder der Logistik

 

Die Wettbewerbsfähigkeit wird entscheidend durch die Kompetenz der ansässigen Logistikwirtschaft und der Leistungsfähigkeit der Verkehrsträgernetze (Straße, Schiene, Wasserstraße und Luft) mitbestimmt. Dabei spielt deren sinnvolle Verknüpfung in logistischen Knoten wie Flughäfen, See- und Binnenhäfen und den intermodalen Terminals (Güterverkehrszentren und Terminals des Kombinierten Verkehrs) eine entscheidende Rolle. Nur über multimodal vernetzte Knoten können leistungsfähige interkontinentale, kontinentale und nationale Transportketten und -netze aufgebaut werden.

 

Die Logistik hat eine übergreifende Funktion über alle Verkehrsträger, Standorte, Branchen und Technologien. Daher sind die Themen- und Handlungsfelder im Bereich Güterverkehr und Logistik sehr vielschichtig und umfangreich.

 

Die Entwicklung und der Einsatz von IuK-Technologien kann beispielsweise dazu beitragen logistische Ketten zu optimieren, Abläufe sicherer und transparenter zu gestalten oder über intelligente Verkehrsmanagementsysteme den Verkehrsfluss zu gewährleisten und die vorhandenen Infrastrukturkapazitäten besser auszulasten. Zu diesem Themenfeld gehören u.a. Fragen der Verkehrstelematik (ITS-Lösungen), die Einsatzfelder des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo, RFID-Entwicklungen und Anwendungen, Einführung der europaweiten elektronischen Zollabfertigung, eSecurity und eSafety-Lösungen.

 

Der stetig steigende Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften auf allen Berufsebenen, benötigt neue Initiativen und Maßnahmen auf dem Gebiet der Aus- und Fortbildung sowie der berufsbegleitenden Qualifizierung. Das Interesse für die Berufsbilder im Verkehrsbereich zu erhöhen, Ausbildungsinhalte den Marktanforderungen anzupassen, die benötigten Qualifikationsprofile zu schärfen und gezielt neue Arbeitskräfte zu mobilisieren, sind nur einige Themenfelder, die von Bedeutung sind. Logistik bietet auf allen Ausbildungsebenen und für alle Bevölkerungsgruppen interessante Aufgabenfelder und Einsatzbereiche. Dieses gilt sowohl für den Bereich von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen als auch für die Entwicklung einer akademischen Logistik-Elite.